Home → Anderes

Girokonto mit Tagesgeldkonto verknüpfen: So geht’s

Like Tweet Pin it Share Share Email

Geben Sie Ihr Girokonto beim Tagesgeldkonto als Referenzkonto an. Das Referenzkonto ist das festgelegte Konto für Überweisungen zwischen Giro- und Tagesgeldkonto. Die Konten bleiben getrennt.

Je nach Bank geben Sie das Referenzkonto bei der Eröffnung oder später im Onlinebanking an. Die Bank legt fest, welche Konten als Referenzkonto zugelassen sind und wie Sie Geld ein- und auszahlen.

Ein- und Auszahlungen über das Referenzkonto

Das Girokonto nutzen Sie für Gehalt, Miete und andere laufende Zahlungen. Auf dem Tagesgeldkonto liegt Geld, das Sie sparen und verzinsen lassen möchten. Das Referenzkonto legt fest, auf welches Konto die Bank Geld vom Tagesgeldkonto überweisen darf.

Auch für Einzahlungen gelten je nach Bank andere Regeln. Manche Banken wickeln Einzahlungen über das hinterlegte Referenzkonto ab; andere behandeln Geldeingänge anders. Prüfen Sie deshalb vor der ersten Überweisung, ob Ihre Bank beide Überweisungsrichtungen einschränkt. Die DKB erlaubt beispielsweise Auszahlungen vom Tagesgeldkonto nur auf das festgelegte Referenzkonto. Ihr Tagesgeldkonto ersetzt dort kein Girokonto für alltägliche Zahlungen.

Welche Konten als Referenzkonto gelten

Lesen Sie in den Bedingungen Ihres Tagesgeldprodukts nach, welche Konten als Referenzkonto zugelassen sind. Manche Banken akzeptieren ein Girokonto bei einem anderen Anbieter. Die Commerzbank lässt für ihr Tagesgeldkonto zum Beispiel ein eigenes Giro- oder Tagesgeldkonto sowie ein Konto bei einer anderen Bank im SEPA-Raum zu. Das ist eine Regel dieses Angebots und gilt nicht automatisch bei anderen Banken.

Prüfen Sie, wem das Referenzkonto gehört: Häufig müssen Referenz- und Tagesgeldkonto derselben Person gehören. Bei einem Gemeinschaftskonto gelten besondere Bedingungen: Manche Anbieter akzeptieren es, wenn mindestens eine kontoinhabende Person auch das Tagesgeldkonto besitzt. Ein Konto einer anderen Person wird nicht automatisch zugelassen.

Wenn Ihr bestehendes Konto die Vorgaben des Tagesgeldanbieters erfüllt, können Sie es als Referenzkonto angeben; ein zusätzliches Girokonto müssen Sie dafür nicht eröffnen.

Referenzkonto einrichten

Die Menüs sehen bei jeder Bank anders aus. Meist können Sie das Referenzkonto bei der Kontoeröffnung eintragen oder später im Onlinebanking auswählen oder ändern. Gehen Sie dabei in dieser Reihenfolge vor:

  1. Öffnen Sie den Bereich für Ihr Tagesgeldkonto oder die Kontoeinstellungen und suchen Sie nach „Referenzkonto“.
  2. Wählen Sie das bestehende Girokonto aus oder tragen Sie dessen IBAN ein. Vergleichen Sie die Angaben sorgfältig mit Ihren Kontodaten.
  3. Prüfen Sie, ob die Angaben zum Kontoinhaber und zur Bankverbindung den Bedingungen entsprechen.
  4. Bestätigen Sie die Änderung mit dem Verfahren Ihrer Bank, zum Beispiel durch eine Freigabe in der Banking-App.
  5. Kontrollieren Sie anschließend im Onlinebanking, ob das richtige Referenzkonto angezeigt wird.

Bei der Commerzbank müssen Sie die Änderung zum Beispiel mit photoTAN bestätigen. Andere Banken können eine andere Freigabe oder einen anderen Änderungsweg verlangen. Folgen Sie deshalb den Anweisungen in Ihrem Onlinebanking.

Geld zwischen den Konten bewegen

Wenn die Verbindung eingerichtet ist, geben Sie bei einer Überweisung die IBAN des Tagesgeldkontos als Empfänger an, sofern die Bank Einzahlungen auf diesem Weg erlaubt. Für eine Auszahlung wählen Sie das Tagesgeldkonto als Ausgangskonto. Ist die Auszahlung auf das Referenzkonto beschränkt, lässt sich das Geld nicht direkt auf ein anderes Girokonto überweisen. Es muss zunächst auf das hinterlegte Konto gehen.

Eine gewöhnliche SEPA-Überweisung erreicht das Empfängerkonto laut Bundesbank spätestens innerhalb eines Bankgeschäftstags. Planen Sie Geld deshalb nicht als sofort verfügbar ein, wenn Sie es für eine anstehende Zahlung brauchen. Die Bearbeitungszeit für die Einrichtung oder Änderung des Referenzkontos ist davon unabhängig und richtet sich nach der jeweiligen Bank.

Lassen Sie auf dem Girokonto genug Geld für Miete, Lastschriften und andere regelmäßige Ausgaben. Überweisen Sie nur den Betrag auf das Tagesgeldkonto, den Sie bis zur Rücküberweisung nicht brauchen.

Wenn die Einrichtung scheitert

Wird das Konto nicht angenommen oder kommt eine Überweisung nicht an, prüfen Sie zuerst die IBAN und den Namen des Kontoinhabers. Wenn die Angaben stimmen, prüfen Sie, ob der Kontoinhaber zu den Produktbedingungen passt und ob die Bank Konten anderer Anbieter oder Gemeinschaftskonten akzeptiert.

Kontrollieren Sie auch, ob die Änderung bereits bestätigt wurde und ob Sie die richtige Überweisungsrichtung nutzen. Die Regeln für Auszahlungen legen nicht automatisch fest, welche Konten für Einzahlungen zugelassen sind. Wenn die Angaben im Onlinebanking nicht weiterhelfen, fragen Sie bei der Bank nach, bevor Sie das Referenzkonto erneut ändern oder eine weitere Überweisung auslösen.